Kleingärtnerverein Zur Hansekogge e.V. 1968
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Gartenarbeit im November -                       Im Gemüse-, Kräuter- und Obstgarten

Im Gemüse- und Kräutergarten

Falls nicht schon im Oktober geschehen: Knoblauch kann auch jetzt noch gepflanzt werden. Und wenn keine Staunässe auftritt, übersteht er auch recht kalte Winter. Falls man bei der Pflanzung bis Februar oder März wartet, haben die Knollen nicht die Zeit, groß und kräftig zu gedeihen – denn je länger der Knoblauch in der Erde bleibt, desto größer werden seine Knollen.

 

In Töpfen oder direkt ins Beet gesät: Dicke Bohnen (überwinternde Sorten), falls nicht bereits im Oktober erledigt.

 

Für ältere Rhabarberpflanzen ist die Winterruhe eine gute Zeit, geteilt und wieder eingepflanzt zu werden. Eine Gabe Kompost ringsherum einarbeiten, damit der Rhabarber im Frühjahr eine gute Wachstumsgrundlage erhält.

 

Rosenkohl und Grünkohl sind recht frosthart und schmecken aromatischer, wenn sie eine Frostperiode „abbekommen“ haben. Also die Pflanzen noch stehen lassen. Um Blumenkohl vor Frost zu schützen, einfach einige der äußeren Blätter um die Köpfe legen und zusammenbinden. Winterharter Lauch übersteht den Winter besser, wenn die Lauchstange mit Laub angehäufelt wird. Außerdem bleibt sie dann gebleicht. Auch Sellerie mit einer dicken Schicht Stroh oder Reisig mulchen, um ihn vor Frost zu schützen.

 

Unter Vlies beziehungsweise unter Folientunnel  können Feldsalat und Petersilie noch im Winter geerntet werden.

 

Frostempfindliche Kräuter, wenn möglich - an einen geschützten Platz stellen.

 

Frei gewordene Beete, auf denen keine Gründüngung steht, mit Laub, Stroh, Folie oder Pappe abdecken. Dies verhindert das Auswaschen von Nährstoffen bei starken Regenfällen und unterdrückt das Wachstum von Unkräutern. Wer Gründüngung bevorzugt: jetzt gedeihen noch Winterweizen, Winterroggen und Winterwicken.

 

Porree, Chinakohl, Zuckerhut und Wirsing mit Wurzeln einlagern: ohne Wurzeln würden die Pflanzen rasch austrocknen. Es ist darauf zu achten, dass das eingelagerte Gut sich auf den Holzregalen nicht berührt – es kann auch aufgehängt werden oder mit den Wurzeln im feuchten Sand überwintern. Letzteres gilt auch für Möhren, Rote Rüben und Winterrettich.

 

Soll auf frischen Schnittlauch während der Wintermonate nicht verzichtet werden, gräbt man ihn vor dem Frost aus, und lässt den Wurzelballen auf der Erde liegen. Ist er einmal durchgefroren, wird er eingetopft und findet seinen Platz auf der Fensterbank in der Küche.

Im Obstgarten

Wurzelnackte Obstgehölze wie Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume können in frostfreien Zeiten gut im Winter gepflanzt werden, wobei der November ein guter Zeitpunkt dafür ist, weil oftmals die Temperaturen noch nicht so tief gefallen sind, dass der Boden hart gefriert.

 

Laub von Apfel und Birne und Pflaume, nicht verwertete Früchte und Fruchtmumien entfernen. Auf dem Laub des Apfelbaumes überwintert der Schorf-Krankheitserreger - die Pilzsporen infizieren im Frühling die neuen frischen Austriebe. Ist das Laub gefallen, kann der Winterschnitt an Apfel- und Birnbäumen erfolgen. Es sollte nur an frostfreien Tagen geschnitten werden. Dabei lassen sich auch gleich kranke und abgestorbene Äste entfernen. Achtung: ein früher Winterschnitt regt im Allgemeinen das Wachstum weiter an!

 

Auch wurzelnackte Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren lassen sich jetzt noch gut pflanzen. Himbeeren lassen sich durch Wurzelstecklinge vermehren. Dazu 10 cm lange Wurzelabschnitte mit Knospen vollständig in gelockerte Erde legen. Brombeeren und Stachelbeeren können durch Absenker vermehrt werden, indem das Ende einer langen Rute mit einem Stein beschwert oder mit Erde bedeckt wird. Bis zum Frühjahr (spätestens bis zum Sommer) haben sich Wurzeln gebildet und der Trieb kann abgetrennt und verpflanzt werden. Von Johannis- und Stachelbeeren können auch nach dem Laubfall 20 cm lange Steckhölzer geschnitten werden. Diese werden zusammengebunden und in feuchtem Sand frostfrei gelagert. Im Frühjahr können die Steckhölzer in lockerer Erde gesetzt werden.

 

Der Winterschnitt von Stachelbeeren und Johannisbeeren kann zwischen November und dem Frühling erfolgen, wenn die Sträucher kein Laub mehr tragen. Dann erkennt man am besten, welche Äste abgestorben oder beschädigt oder krank sind. Diese sind zu entfernen – und ebenfalls jene, die zur Mitte des Strauches wachsen. Ein gutes Viertel der ältesten Zweige der Schwarze Johannisbeere kurz über dem Boden schneiden. Ebenfalls alle kranken und schwachen Zweige entfernen. Zu dicht stehende Zweige ausdünnen.

 

Und auch für wurzelnackte Weinreben ist der Pflanztermin ideal. Sind die letzten Trauben geerntet, kann an Weinreben der Winterschnitt erfolgen – bis Januar sollten die Schnittmaßnahmen an Weinstöcken abgeschlossen sein. Weinreben lassen sich – wie schon unter Brombeeren beschrieben – durch das Bewurzeln der Rutenenden vermehren: das Ende einer Rute mit einem Stein beschwert oder mit Erde bedeckt sorgt dafür, dass sich bis zum Frühling Wurzeln bilden. Der Trieb kann abgetrennt und verpflanzt werden.

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